Kirmeszeitung 1989

Vorwort zur Kirmeszeitung

von Hans Josef Schmidt

Von Fest zu Fest und Chronik

his master´s voice

Erinnerungen von Ewald Fischbach

lm Dorf hören wir, daß die Amerikaner in der Stadt zu Weihnachten - es müßte 1919 gewesen sein - eine Kinderbescherung auf dem Clemensplatz gemacht haben. Ein riesiger Christbaum mit elektrischen
Lichtern sei dagewesen, es gab Zuckerzeug und Spielsachen, aber keine nützlichen Dinge, die man so dringend benötigt: Wäsche, Wollzeug, Kleidurrg. Das hat ein )ahr später ein einzelner Sergeant auf seine Kosten gemacht, und anschließend wird das von den Quäkern übernommen. Aber auch die Kinderspeisung muß ich erwähnen, eine wirklich gute Sache. Wir auf'm Land hören nur davon, spüren tun wir nichts. Dafür laufen wir über die Horchheimer Brücke zum Oberwerth und lungern um die Feldküchen herum, die etwa dort standen, wo heute die Südbrücke und das Stadion sich befinden. Da sind richtige Zeltstädte der Amerikaner entstanden. Wenn der Koch mit langem Löffelsieb in der gut duftenden Brühe fischt, dann laufen wir schnell hin und bekommen das noch heiße Fleisch in die bloßen Hände. Da muß man blasen und das so ergatterte StUck von einer in die andere Hand legen.

Jahrgang 1938/39

Horchheimer News

Redaktioneles 

Horchheimer Polit-Thriller

Die Dinger, die immer ronnerhänge

von Rolf Missler

Auf den Spuren von Prälat Jupp Schneider - Die Kirmesgesellschaft
in Franken

Der Mann mit dem Blick für den Boden

von Hans Feldkirchner

Der Hobby-Archäologe Manfred Wichmann

Wußten Sie, liebe Leser, daß wir in Horchheim einen Mitbürger haben, der Altertumsforschung als Hobby betreibt? Es ist Manfred Wichmann aus der Emser Straße, beschäftigt bei der Bezirksregierung Koblenz. Der 35jährige, verheiratet und Vater von 2 Kindern, hat einen Blick für den Boden.

Aus der Schul - Chronik Teil 3

von Rudolf Perschbach

Nach der "Epoche Holl" schildert Herr Perschbach, Leiter der Grundschule, in diesem Jahr die "Ära Diesler". Herr Diesler führte 29 Jahre das Horchheimer Schulschiff durch politisch und wirtschaftlich bewegte Zeiten.

Jubelpaare

Goldene Hochzeiten

24.Juli 1988           Heinrich Pretz und Paula geb. Metzger

12.November 1988 Nikolaus Schneiders und Katharina geb. Reiner

04.Dezember 1988 Willi Corzelius und Maria geb. Bohr

10.Dezember 1988 Max Knipp und Maria geb. Bohr

07.Januar 1989      Matthias Seger und Anni geb. Kraus

08.April 1989         Simon Breitbach und Nelly Minna geb. Schulz,

60 Jahre Jahn - Denkmal

von Hans Eibel

Vor 60 Jahren wurde auf dem großen neu geschaffenen Festplatz der damals noch selbständigen Gemeinde Horchheim ein Denkmal errichtet, das dem Vater der Deutschen Turnbewegubg, Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852), gewidmet war.

Die Mendelsgass

von Hans Ludwig

"0ral history - Erzählte Geschichte" ein Modewort in der deutschen Geschichtswissenschaft! Kirmes-Magazin praktiziert schon seit Jahren diesen Trend mit den wunderschönen Kindheitsgeschichten von Ewald Fischbach. Für unser Magazin '89 hat sich nun Hans Ludwig angeboten,
seine Erinnerungen an die Jugendzeit in der Mendelsgass freizulegen.

Dä Iggele-Oggele on säin Häisje in de Vehgas

erzählt von Johann Seyl geschrieben von Heinrich Fischer

Von dänne Hoschemer, die häit leewe, kann käiner dä lggele-Oggele gekännt han, weil dä schonn om 1870/71 eromm en Mann en de beste Johre geweses. Äh soll kain Kener gehatt han. Ower et hat en geewe, dänn lggele-Oggele.

Horchheim aus dem Pappkarton

100 Jahre Schmidtenhöhe

1889 ließ sich ein Horchheimer in der Einöde des Waldes nieder, um in Gottes freier Natur mit seiner Familie ein Leben als Landwirt, Holzfäller, Wirt, Restaurateur und Gutsbesitzer zu führen. Aus Anlaß des 100jährigen Jubiläums, das keins mehr sein kann, ein Bericht von Robert Stoll.

Für die Horchheimer hat die Schmidtenhöhe seit jeher eine besondere Anziehungskraft. Die Alteren von uns denken meist an den ehemaligen Gasthof, die Jüngeren oft an ihre Bundeswehrzeit und den Schliff auf dem gleichnamigen Übungsgelände. Lust und Frust also, je nach Erleben. Mit dem Namen Schmidtenhöhe unzertrennlich verbunden bleiben zwei Horchheimer Bürger: Dr. Julius Schmidt (1817-1899), der auf der Höhe eine Jagd besaß und nach dem das Gebiet benannt wurde, und Cyrillus Hillesheim (1861-1930), der Erbauer des Hofes.

Persönliches

Änne Göbel, Gerhard Pretz, Rudolf Schumacher, Klaus Karbach, Willy Kraus, Fredy Schäfer, Konrad Zimmermann, Ferdinand Schöne, Gertrud Hoffmann, Maria Hermsen, Katharina Müller, Luise Werner geb. Struth, Anton Bernd

Wo der Alltag neu trainiert wird

von Joachim Hof

Neues Leben im Altenheim.

Seit Mitte letzten Jahres ist das Altenheim wieder bewohnt. Junge Leute gehen dort ein und aus, der Garten ist wieder sehr gepflegt. Das Schild am Eingang weist auf die Verwendung des Hauses hin: "Haus an der Christuskirche, elne übergangseinrichtung für psychisch Genesende".

Wo ist hier "Lamberts Nachtlokal"?

von Heinrich Fischer

Die Gneisenau-Kaserne und die 80er im Kriegseinsatz

1988 waren, seit der ersten Belegung der Gneisenau-Kaserne mit Soldaten, 50 Jahre verflossen. Aus diesem Anlaß brachten wir im vergangenen Jahr unter dem Titel "Schweinereiter rechts raus" einen Bericht über die Anfänge der "Gneisenau" sowie den Einsatz der 34. lnfanterie-Division, zu der das lnfanterie-Regiment 80 gehörte, ab Kriegsbeginn bis zum Eisenbahn-Transport von Frankreich nach Polen an die sowjetrussische Grenze im Raum Brest-Litowsk. ln diesem Jahr folgt die Fortsetzung dieses Berichts, der die schlimmste Phase des 2. Weltkriegs umfaßt, die mit dem deutschen Überfall auf die Sowjet-Union begann. Bis heute ist auf dem Büchermarkt keine Dokumentation über die ,,Rheinische", man kann sogar sagen "Koblenzer" 34. lnfanterie-Division zu haben. Übrigens: Es gab keine andere Division, in der sich so viele Horchheimer befanden.

Mir schwätze Platt

Mundart von Resi Meinhardt

Jenseits der großen Mauer

Reisebericht von Karl Holl

Der 7000 Kilometer Trip in das Reich der Mitte

6 Horchheimer mit einer Reisegruppe in China

Es täte recken!

Mundart Geschichten von Heinrich Fischer

So um 1930 gab es in Horchheim eine Clique junger Männer, die in dieser Zeit für viel Gesprächsstoff sorgte. Noch heute kann man begeistert von einer ganzen Reihe kaum glaubhafter "Männer-Streiche"
hören, die diese Burschen ausheckten und auch in die Tat umsetzten. Zu der Clique gehörten auf jeden Fall "dä Homp" (Josef Schneider), "dä Fulder" (Johann Schmidt), "dä Gäißler-Pitter", "dä Neliusse Franz" und "Bouillon's Paul". lrgendwie waren diese Männer damals das, was man heute als "Hoschemer Originale" bezeichnen kann.

Panoptikum